Zwei Wochenende! Zwei Titel! Sieg der Kraniche!

von Marc Johann Sprenger

Vom 04.09. bis zum 06.09. ging es für Frederike, Niklas, Tim und mich nach Brandenburg an der Havel. Dieser Flugplatz war der Austragungsort des diesjährigen Landesjugendvergleichsfliegens und somit gingen wir gemeinsam mit Alina vom FTV Spandau als Neuruppiner Jugend an den Start. Wir erflogen alle großartige Leistungen und sicherten dem LSC Kranich den zweiten Platz in der Teamwertung. In der Einzelwertung sicherte sich Frederike den 14. Platz, Niklas den 11., Tim den 7., Alina vom FTV Spandau den 5. und ich schaffte es zu meiner Überraschung auf den 1. Platz.

Flieger! Schaut auf diesen Platz!

Nachdem wir es am Freitagnachmittag schafften, unser Zelt in einem Wetterfenster ohne Regen aufzubauen, war erstmal Abendessen und Eröffnungsbriefing angesagt. Ablaufpläne, Flugplatzeigenschaften, Startlisten und weiteres wurden besprochen und kurz danach ging es schon ins Bett, denn für den nächsten Morgen war Frühaufstehen auf der Agenda.

…wenn Du ein Berliner bist..

Der Samstag begann für uns gegen 6:30 Uhr mit den Einweisungsflügen. Während wir die Brandenburger Platzrunde kennenlernten, bereitete unser Helferteam, das bereits seit 5:30 Uhr auf den Beinen war, unseren Flieger für das Wochenende weiter vor: Den Astir vom FTV Spandau. Er hatte bereits viele Vergleichsfliegen gewonnen und hat sich seinen Titel als „Sieger-Flieger“ verdient. Als irgendwann alle Piloten ihre Einweisungsstarts abgeschlossen hatten und alle Flieger zum Start gezogen wurden, gab es das Feldbriefing zum ersten Wertungsdurchgang, und damit ging das Vergleichsfliegen erst richtig los. Jeder Pilot musste im ersten Durchlauf das gleiche Programm abfliegen: Sauberer Windenstart, hochgezogene Fahrtkurve, Seitengleitflug, Ziellandung und eine sinnvolle Platzrundeneinteilung über den gesamten Flug hinweg. Niklas geriet als letzter Pilot in einen Regenschauer, wodurch seine Sicht zunehmend schlechter wurde, was ihn einige Fehlerpunkte kostete. Dies konnte er aber mit seinen nachfolgenden Flügen wieder ausgleichen. Nach der letzten Landung des Durchgangs entschied sich das Orga-Team dazu, den Flugbetrieb für diesen Tag zu beenden und einen Theorietest zu schreiben. Der Grund dafür war uns nicht erkennbar, denn während wir den Test schrieben, schien die Sonne, und das Wetter lud regelrecht zum Fliegen ein. Wir genossen danach also noch etwas das schöne Wetter, erkundeten die Gegend um den Flugplatz, trafen uns zum Abendessen wieder, hörten uns das Abendbriefing an und machten nur noch ein bisschen Party, da am nächsten Tag weitere Wertungsdurchgänge anstanden.

Das wird gut!

Der Sonntag ging etwas entspannter zu. Gegen 10 Uhr fand dann das Feldbriefing am Start zum zweiten Wertungsdurchgang statt. Nun zu erfliegen: Ein sauberer Kurvenwechsel, sowie Start, Seitengleitflug und die Ziellandung. Das größte Potenzial, Fehlerpunkte zu bekommen hatte, wie zuvor auch, die Ziellandung. Es gab viele Treffer, aber auch Außenlandungen. Wie auch im Durchgang des Vortages gab es wieder großartige Flüge und die Hauptsache war, dass jeder seinen Spaß hatte. Als es zum Feldbriefing des dritten Wertungsdurchganges kam, gab es etwas Kritik, denn da wir alle etwas hinter dem Zeitplan waren, gab es einige Piloten, die gegen einen dritten Durchgang waren. Daher wurde abgestimmt und eine knappe Mehrheit war doch für eine weitere Wertung und aus diesem Grund durften wir alle noch der Jury unsere besten Rollübungen präsentieren. Auch hier wieder: Tolle Leistungen von allen! Als auch diese Wertungsrunde abgeschlossen war, hieß es erstmal: Aufräumen und auf die Siegerehrung warten.

Landessieger Marc Johann Sprenger vom LSC Kranich e.V.

Nach und nach wurden die Piloten nach vorne gerufen. Mit jedem weiteren Pilotennamen, der vor dem eigenen gerufen wurde, stieg in jedem von uns die Freude. Irgendwann fehlten nur noch die ersten drei Platzierungen, und ich freute mich sehr darüber, dass ich mich für das Bundesjugendvergleichsfliegen qualifiziert hatte. Erst stiegen Maxim und Mika vom FCC Berlin auf das Treppchen und schlussendlich ich selbst, womit ich zu Beginn des Wettbewerbs überhaupt nicht gerechnet hatte …

Am Wochenende darauf ging es für mich als einen von drei Vertretern Berlins erneut nach Brandenburg zum Bundesjugendvergleichsfliegen. Einweisungsflug, Zelt aufbauen und Astir rüsten blieb uns wegen des vorherigen Wochenendes erspart. Nach einer ewig dauernden Anmeldung am Freitagabend ging es zum Abendessen und anschließend ins Zelt. Die Stimmung war wegen eines Unfalls, der sich bei einem Einweisungsstart ereignete und zum Glück nur materiellen Schaden zur Folge hatte, eher trübe und die Zeitplanung für den nächsten Tag wurde dementsprechend angepasst.

Am Samstag gegen 13 Uhr erfolgte nach den verschobenen Einweisungsstarts der Piloten aus den anderen Bundesländern die Startbereitschaft, und langsam und sicher begann der Wertungsbetrieb. Im ersten Wertungsdurchgang sollte eine hochgezogene Fahrtkurve erflogen werden und im zweiten sollten Rollübungen auf die Jury zu gemacht werden. Wegen des Unfalls, der während eines Seitengleitfluges passierte, blieb dieser für alle Wertungsflüge aus. Trotz des schlimmen Ereignisses am Vortag war die Stimmung wieder besser, und wir hatten alle unsere Freude. Leider konnten wegen der eintretenden Dunkelheit die letzten vier Piloten des zweiten Durchganges nicht mehr ihren Start machen, wodurch die Jury nur einen einzigen Wertungsdurchlauf für die endgültige Wertung verwenden konnte.

Bei der Siegerehrung stieg meine Anspannung, nach jedem aufgerufenen Namen, der nicht meiner war. Nach vielen verteilten Urkunden wurde der vierte Platz nach vorne gerufen. Ich wusste: Den Platz auf dem Treppchen habe ich sicher. Und genau so wurde es auch. Ich sicherte mir mit meiner Leistung den 3. Platz und war damit überglücklich …

…auch bundesweit auf dem Treppchen.

Auch wenn es zwei Wochenenden mit einer ausbaufähigen Orga von Seiten des FKB gewesen sind, waren es zwei sehr besondere Wochenenden. Wir hatten alle eine riesige Freude am Fliegen, feierten anschließend noch ausgiebig den Erfolg und hatten eine Menge Spaß mit den ganzen Leuten aus den verschiedensten Teilen Deutschlands.

Strahlekraft..

Im Namen von Frederike, Niklas und Tim bedanke ich mich recht herzlich bei den zahlreichen freiwilligen Helfern, Michael für die Organisation und Sebastian für die Bereitstellung des Fliegers, ohne die das gesamte Erfolgserlebnis gar nicht erst möglich gewesen wäre.

Ein persönlicher Dank gilt vor allem Albert und Frederike, die mich dazu überredet haben, überhaupt erst am Vergleichsfliegen teilzunehmen, und mich sowie die gesamte Neuruppiner Jugend während des gesamten Wettbewerbs sehr stark motiviert und unterstützt haben.

Vielen Dank!!!